
Liebe Studierende, (als Info auch an Mitarbeitende!) der SRH Science Talk ist ein wissenschaftliches Format welches Impulse zu weltbewegenden Themen liefert und Raum für Disskusionen bietet. Mit Prof. Dr. Bernhard Pörksen, einem der renommiertesten Medien- und Kommunikationswissenschaftler Deutschlands, wurde der SRH Science Talk am 9. Dezember erfolgreich fortgesetzt. Melden Sie sich unbedingt zum 3. SRH Science Talk im Januar an und nehmen Sie an der Diskussion teil!
Am SRH Campus Heidelberg, verbunden per Livestream mit weiteren Standorten, diskutierte Pörksen diesen Dienstag zentrale Herausforderungen der digitalen Öffentlichkeit und eröffnete neue Perspektiven darauf, wie Medienbildung, Debattenkultur und Regulierung das Fundament einer demokratisch resilienten Gesellschaft stärken können.
Die neue Medienwirklichkeit: komplex, widersprüchlich – und gestaltbar In seinem Impulsvortrag zeichnete Pörksen ein präzises Bild der gegenwärtigen Informationslandschaft: Eine Zeit voller Widersprüche, in der schnelle Reizverstärkung und radikale Positionen Aufmerksamkeit binden. Digitale Plattformen fungieren zugleich als Orte radikaler Teilhabe und als neue Gatekeeper, die Sichtbarkeit steuern, Narrative verstärken oder verzerren und dabei demokratische Entscheidungsräume beeinflussen. Vor diesem Hintergrund formulierte Pörksen drei notwendige Zukunftsanstrengungen:
Erstens eine systematische Bildungsinitiative: Grundprinzipien journalistischer Qualität – Quellenvielfalt, Faktenprüfung, Transparenz von Recherche – sollen Teil allgemeiner Bildung werden und so digitale Selbstbestimmung stärken.
Zweitens eine aktive Diskursanstrengung: Zuhören, Aushalten und rationale Positionierung müssen wieder zu Voraussetzungen gelingender öffentlicher Auseinandersetzung werden, auch dort, wo Positionen unvereinbar erscheinen.
Drittens eine differenzierte Regulierung: Dort, wo Freiheitsschutz zum Deckmantel für Manipulation wird, braucht es klare Leitplanken. Genannt wurden unter anderem der europäische AI Act sowie normative Sanktionen gegenüber Big-Tech-Akteuren. 
Ausblick: Medienordnung international im Fokus Fortgesetzt wird die Reihe am 21. Januar 2026. Dann wird die renommierte US-Expertin und ehemalige CNN-Korrespondentin Cathryn Clüver Ashbrook an unserem Campus Berlin zu Gast sein und die Diskussion um den Blick auf die transatlantische Medien- und Demokratielandschaft erweitern – insbesondere im Kontext bevorstehender US-Wahlen und globaler Medienverschiebungen.
Damit zeigt sich: Der SRH Science Talk entwickelt sich weiter zu einem Forum, das aktuelle Forschung, gesellschaftliche Verantwortung und institutionelle Expertise in der SRH-Gruppe verbindet – und damit Räume eröffnet, in denen Zukunft gestaltbar wird.
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